Lerninhalte

Lerninhalt ist alles, was Schüler oder Lernbegleiter interessiert.

Neben den Kulturtechniken können das sein: Trommeln, Zählen auf Finnisch, Backen, Klettern und Tiere beobachten; die Photosynthese und Integralrechnung, Tauchen und Theaterspielen, Porträtfotografie, Häkeln oder Geschichten schreiben – prinzipiell gibt es keine inhaltlichen Einschränkungen.

 

So lernt ein Schüler Dezimalzahlen beim Spielen mit Auto-Spielkarten, für einen Anderen ist die Beschäftigung mit Maßeinheiten die notwendige Voraussetzung für das selbstständige Kuchenbacken, ein Dritter lernt Lesen, um Spielanleitungen verstehen zu können oder beim Arbeiten am Computer unabhängig zu sein.

 

Dabei geschieht die Beschäftigung mit den einzelnen Inhalten nicht isoliert aus reinem Selbstzweck, vielmehr ist sie eingebettet in einen sinnvollen Kontext.

 

Es geht nicht um Anhäufung von Wissen. Es geht darum, dass

  • jedes Kind selbständig und unabhängig wird
  • zu eigenen Urteilen kommt
  • eigenverantwortlich lernt und lebt und
  • Interesse, Lernfreude und Selbstbewusstsein entwickelt.

 

In der Freien Aktiven Schule Syke wird es keinen streng einzuhaltenden zentralen Lehrplan geben, den alle Schüler - unabhängig von ihren Interessen - zu absolvieren gezwungen sind. Vielmehr werden sich die Themen und Inhalte auf vielfältige Weise zu ganz persönlichen Lehrplänen der einzelnen Schüler ordnen und strukturieren.

 

In der konkreten Umsetzung des Lernens bedeutet dies, dass die Heranwachsenden vor allem das „Große und Ganze“ wahrnehmen. Alles, was Verwirrung stiftet, alles Bedeutungslose und Nebensächliche tritt in den Hintergrund.

 

Stattdessen werden vernetzbare Einzelheiten so aneinander gefügt, dass das Wesentliche erfasst und angewandt werden kann.


In allem Lernen ist es sehr wichtig, dass der Schüler selbst höchst aktiv bleibt,

so dass er so weit als möglich seine eigenen Experimente durchführt,

seine eigenen Hypothesen erstellt, seine eigenen Beobachtungen macht

und zu Schlüssen kommt.

Denn nur dann ist alles wirklich seine Entdeckung, und es ist dann auch Tatsache,

dass er nicht so schnell vergisst.

Jean Piaget